Riesaer Museum steht für Angebotsvielfalt

15.360 Gäste besuchten die Ausstellungen sowie Tourismus- und Freizeitangebote

Einmal mehr verstand sich das Riesaer Stadtmuseum im vergangenen Jahr nicht nur als Ausstellungsstätte, sondern war ebenso Anbieter zahlreicher touristischer Aktivitäten wie Stadt- und Klosterführungen, erlebnis- und bildungsorientierter Veranstaltungen sowie Unterrichts- wie auch Ferien- und Freizeitprojekten.

Im Museum und zu den weiteren Angeboten konnten die Mitarbeiter um Leiterin Maritta Prätzel im Jahr 2014 insgesamt 15.360 Besucher begrüßen. Darunter fallen neben dem Museumsalltag 126 Unterrichtsprojekte mit 3.300 Kindern, 187 Stadt- und Klosterführungen mit 4.300 Gästen sowie 67 Veranstaltungen „Schule früher" (1.300 Besucher).

„Ein besonderes Erlebnis im vergangenen Jahr war die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ‚Riesas Entwicklung zur Industriestadt' am 11. April 2014", blickt Museumsleiterin Maritta Prätzel auf die monatelange Arbeit an diesem Projekt zurück. Im Oktober letzten Jahres stellte das Museum diese Ausstellung auf der Internationalen Museumskonferenz in Österreich unter großem Interesse vor. Fünf Monate zuvor wurde anlässlich des Internationalen Museumstages das museumspädagogische Begleitprogramm in der Dauerausstellung eingeweiht.

Parallel zur ständigen Ausstellung durften die interessierten Besucher auch noch zahlreiche Sonderausstellungen besuchen. Darunter befanden sich die unterschiedlichsten Themen, u.a. „Nicht mit uns! Sächsische Gewerkschafter im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933 bis 1945", „Riesaer Sammlerleidenschaften", „Erinnerungen an den Herbst 1989 – Zeitzeugen berichten" oder „Weihnachtskrippen aus fünf Kontinenten".

Auch für das neue Jahr sind wieder verschiedene Sonderausstellungen geplant. Ab 27. Januar blickt das Stadtmuseum zurück auf die Gerichtsbarkeit im nationalsozialistischen Deutschland: „Was damals Recht war – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht", eine Ausstellung der Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas". Im März öffnet eine einheimische Ausstellung zum Thema „Nicht nur ein Dach über'n Kopf – Wohnen in Riesa einst und jetzt". Zu Beginn des 2. Quartals stehen Postkarten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges im Blickpunkt.

Im Sommer werden Malereien von Andreas Hinkel, einem aus Riesa stammenden und heute in Thüringen lebenden Maler, ausgestellt. Es folgt im September „Im Land der Irokesen" und als Jahresabschluss ab 29. November eine Weihnachtsausstellung.

Ferner werden aus den guten Erfahrungen der vergangenen Jahre auch 2015 diverse Veranstaltungsreihen erneut durchgeführt. Dazu zählt die nun schon 13. Mondscheinführung, zu welcher die maximal 650 möglichen Teilnahmen bereits restlos vorbestellt sind, das Sommerfest gemeinsam mit dem Museumsverein auf dem Poppitzer Platz, die Kindermuseumsnacht oder der Tag der Heimatforscher. Weiterhin dürfen sich die Museumsbesucher auf den 24. Museumsball, das Märchenzauber-Wochenende auf dem Riesaer Weihnachtsmarkt sowie in bewährter Kooperation mit der Stadtbibliothek auf die Veranstaltung „Warten auf den Weihnachtsmann" am Heiligabend freuen.

Maritta Prätzel blickt neben diesen angestrebten Höhepunkten auch auf die Kaffeeklatsch-Reihe zurück, an welcher im vergangenen Jahr über 1.000 Gäste teilnahmen. Unter anderem war der berühmte ehemalige Skispringer Jens Weißflog zu Gast. „2015 erwarten wir u.a. Lothar Gläsel (02. Februar), der Otto-Reuther-Couplets vortragen wird, Dr. Gunter Stenzel (02. März), Jan Giehrisch vom WohnKulturGut Gostewitz (13. April), WGR-Geschäftsführer Roland Ledwa (04. Mai), das Peritzer Ukulelen Orchester (07. September) oder Bäckermeister Matthias Brade (07. Dezember)."

Doch nicht nur der Kaffeeklatsch hat sich etabliert. „Auch die beliebte Reihe ‚Vortrag am Dienstag' wird mit der gewohnten Themenvielfalt fortgesetzt", erklärt FVG-Geschäftsführerin Kathleen Kießling. Diese reicht von „Der Militärjustiz der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg" (24. Februar) über „Ein Leben für die Archäologie´- auf den Spuren des Riesaer Lehrers und Museumsleiters Dr. Michael Strobel" (31. März), die „Geschichte der Riesaer Parkanlagen" (23. Juni) bis hin zur „Riesaer Braugeschichte" (28. Juli) oder einem Reisebericht der Riesaer Journalistin Heike Berthold (24. November).

Neben den alltäglichen Ausstellungen und Veranstaltungen bewegten sich die Mitarbeiter des Riesaer Stadtmuseums im vergangenen Jahr auf den unterschiedlichsten Forschungsprojekten.

Dazu zählen die Dokumentation der 100-jährigen Firmengeschichte des Teigwarenwerks Riesa, die Geschichte des Wohnens in Riesa und die Zeitzeugenbefragung durch Jugendliche zum „Herbst 1989"

„Für das laufende Jahr ist ein weiteres Forschungsprojekt über die ‚Riesaer Straßengeschichten' geplant", sagt Maritta Prätzel, welche auch im neuen Jahr einen guten Besucherzuspruch erwartet. „Wir haben die entsprechenden Voraussetzungen mit einem vielfältigen Angebot an Ausstellungen und in- sowie externen Veranstaltungen geschaffen und blicken voller Zuversicht auf deren Umsetzung."

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